DIE STERNE

Music / Indie / Deutschland

2020 ist also das Jahr, in dem Die Sterne nach elf Studioalben ihr erstes unter Bandnamen veröffentlichen – als Neuformierung aber auch als Statement mit Schalk im Nacken. Dem letzten gebliebenen Gründungsmitglied Frank Spilker gelingt es doch tatsächlich, diese Ansage aus funkverliebtem Indie, 60er-Discocharme und politischen Pop-Possen gleichzeitig als Bruch und logische Fortsetzung auszuformulieren. Der Sterne-Duktus bleibt zwar nebst all seiner sozialkritischen Seitenhiebe bestehen, doch prägen Kollaborationen mit Von Spar, den Düsseldorf Düsterboys oder dem Kaiser Quartett nun den Sound des Projektes, das mittlerweile mehr Kollektiv als Band ist aber dennoch – oder gerade deshalb – so frisch wie eh und je klingt. Streicher und Chöre, auch krautige Gitarren und geschmeidige Synths bereichern jetzt das Repertoire mit frecher Konsequenz – „und frech finde ich gut, weil das nach vorne verweist und nicht nostalgisch ist“, meint Spilker dazu. Guter Mann, nach wie vor.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung