NEGROMAN

Music / Hip-Hop/Rap / Deutschland

Dustin Christ, Luk, Loki, Negroman – ja was denn nun? Na alles. Der Mainzer Rapper hat wenig Interesse, seine künstlerische Identität in ein paar Buchstaben zu pressen und es dann dabei zu belassen. Neben Collabs mit Kollege Knowsum und Eloquent, diversen Features und der Lektüre von Deleuze oder Derrida bringt Negroman seit seinem Debüt 2016 lieber das Persönliche mit dem Politischen zusammen und rappt über spätkapitalistische Absurditäten, Weiblichkeit als revolutionären Wesenszug oder die Vielheit des eigenen Körpers. Starker Tobak, den Mensch sich aber auch auf dem letztes Jahr veröffentlichten „Cuck“ gerne reinzieht, wenn er mit so viel Flow und Wortwitz angezündet wird. Entspannte Abstraktion nebst Prisen von Funk und Jazz im Beat, dabei noch den Status Quo bewusst mit Beulen versehen ohne laut zu werden – dieses Level erreicht Deutschrap immer noch viel zu selten.